Pilzführungen      

Im Jahr 2018 wird es keine regelmäßigen Pilzführungen mehr geben!

Es konnte noch kein Nachfolger gefunden werden, der für die nächsten Jahre diese Aufgabe übernimmt.

Unabhängig davon stehe ich natürlich jederzeit für eine Beratung zur Verfügung. 

Ihr Pilzberater Horst Purr

E-Mail: horst-purr@t-online.de

Telefon: 07729 574


Russula ochroleuca Ocker-Täubling, essbar, gut erhitzen! Bild: L. Sieck



















Bei der Pilzführung am 25. August 2017 wurden u.a. auch Ocker-Täublinge gefunden (s. Bild, oben). Diese Art ist in Fichtenwäldern sehr häufig zu finden, essbar und im Geschmack mild mit leichter Schärfe. Nur Exemplare sammeln, die in einwandfreiem Zustand sind und unbedingt auf folgende typische Merkmale von Täublingen achten:

Mehr oder weniger spröde Lamellen (Ausnahme: Frauen-Täubling)

Stiel glatt, ohne Wulst, ohne Velum und ohne Ring

Stiel bricht feinkörnig mit höhrbarem Knacken

Nur wenn diese Merkmale sicher vorhanden sind, darf eine Geschmacksprobe erfolgen: Giftige Täublinge schmecken immer sehr scharf, evtl. erst nach einer Verzögerung. Probe immer ausspucken! Alle Täublinge sind roh giftig.


Rückblick/ Galerie


Pilzpfanne, zubereitet mit Butter, Zwiebeln, Knoblauch, Speck, Salz und Pfeffer



 





 

Birken-Milchling, lactarius torminosus, giftig. Das Bild stammt aus der Galerie www.123pilze.de



















Nach den "guten Pilzjahren" 2015 und besonders 2014 ist ein Wandel zu erkennen.

Bereits bei der ersten Pilzführung am 12. August 2016 waren die Vorzeichen eigentlich ungünstig. Es war Tage davor zu trocken aber die Temperaturen eher zu niedrig. Trotzdem hatten sich am Treffpunkt 14 Teilnehmer eingefunden und wir wurden nicht enttäuscht. Der erste Fund waren Wiesen-Champignons und dann ging es weiter mit verschiedenen Täublingen, Gallen-Röhrlingen, Schönfuß-Röhrlingen, Pfifferlingen, Flockenstieligen Hexen-Röhrlingen, Perlpilzen u.a.

Der wichtigste Fund war allerdings der Pantherpilz, amanita pantherina, den wir bei dem inzwischen achten Jahr meiner Pilzführungen erstmals gleich zweimal gefunden hatten.

Leider konnte keine Aufnahmen gemacht werden, es fehlte an geeigneten Geräten.

Die Merkmale waren jedoch eindeutig und ich wurde wieder bestärkt in meiner Aussage, niemals den Grauen Wulstling zu sammeln, weil die Verwechslungsgefahr mit dem sehr giftigen Pantherpilz zu groß ist.

 

Der Pantherpilz , Amanita pantherina in verschiedenen Entwicklungsstufen. Sehr giftig!







Das Bild oben stammt aus der Bildergalerie von www.pilzepilze.de

Dies ist eine wichtige Website für alle, die sich näher mit Pilzen beschäftigen wollen. Man sieht deutlich, dass die Oberseite der Manschette im Gegensatz zum Grauen Wulstling (und auch zum Rötenden Wulstling) nicht gerieft ist! Man achte auch auf die Knolle, die deutlich stulpenartig abgesetzt ist und eventuell auch tief im Boden sitzt. Wer den Pilz mit einem Messer dicht über dem Boden abschneidet hat schlechte Karten!!

Im Bild unten ist ein essbarer Verwandter zu sehen: Der Rötende Wulstling (Perlpilz)


Rötender Wulstling (Perlpilz) Amanita rubescens, bedingt essbar. Es besteht Verwechslungsgefahr! Unbedingt auf die rötliche Färbung achten, besonders an Fraßstellen! Foto: Lothar Sieck


 





 

 


 





Riesen-Champignon Agaricus augustus



 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






 

 

Schöne Sommer-Steinpilze (Boletus reticulatus) aber die meisten leider auch madig


Der Sommer-Steinpilz, Boletus reticulatus (auch Boletus aestivalis genannt) gehört zur Gattung der Dickröhrlinge. Er ist bereits ab Ende Mai zu finden, nördlich der Alpen hauptsächlich in kollinen bis submontanen Höhenlagen und bevorzugt Wälder mit hohem Anteil an Eichen oder Buchen.

Die Fundstelle im Bild liegt auf einer Höhe von ca. 550 m und im Hintergrund links ist auch Eichenlaub zu sehen.

Äußerlich unterscheidet sich der Sommer-Steinpilz von seinen Verwandten durch eine durchweg hellere Färbung. Bei Trockenheit wird die Huthaut oft felderig rissig.

Als Speisepilz ist der Sommer-Steinpilz geringfügig minderwertiger als z.B. der Fichten-Steinpilz, Boletus edulis. Da er ein milderes Klima bevorzugt ist natürlich auch mit einem etwas höheren Madenbefall zu rechnen.


Wie eingangs schon erwähnt, habe ich 2018 keine regelmäßigen Pilzführungen mehr angeboten. Dies hat in diesem Jahr wahrscheinlich niemand vermisst, denn es herrschte über mehrere Monate eine Dürreperiode. Die Temperaturen waren günstig aber Pilze benötigen auch ausreichend Feuchtigkeit. Lediglich im September gab es eine kurze Periode, in der fleißige Sammler sogar einen Korb voller Steinpilze ernten konnten. Einige hatten aber auch den leicht giftigen und bitteren Schönfuß-Röhrling gesammelt:


Schönfuß-Röhrling (Boletus calopus)

 

Der Schönfuß-Röhrling unterscheidet sich vom Steinpilz durch den deutlich rot gemusterten Stiel, dessen Farbe in Hutnähe mehr oder weniger abrupt in ein reines Gelb übergeht.

Der Schönfuß-Röhrling wird auch oft mit dem essbaren Flockenstieligen Hexen-Röhrling verwechselt, der aber an den blutroten Röhrenmündungen und dem sofortigen tintenblauen Anlaufen nach einem Schnitt deutlich zu unterscheiden ist!